
Köper
Köper bezeichnet eine Gruppe von Gewebebindungen mit diagonaler Gratstruktur. Diese Bindungsart ist besonders bei Arbeitskleidung und Chinos verbreitet. Die diagonale Struktur, häufig mit einem Winkel von etwa 45°, sorgt für einen weichen Fall und lässt Schmutz weniger auffallen. Gabardine, Drill, Denim und Chino-Stoffe basieren auf Köperbindungen.
Gewebekonstruktion
- Bindung: 2/1-, 3/1- oder 2/2-Köper mit diagonaler Gratstruktur
- Flächengewicht: 180–300 GSM; in der Regel weicher im Griff als Gabardine
- Garn: Baumwolle, Polyester-Baumwoll-Mischung oder Wolle
Verwendung
- Chinohosen, Arbeitshosen, Uniformen und legere Blazer
Bekannte Marken
Dockers hat Chinohosen aus Köperstoff maßgeblich bekannt gemacht. Auch Dickies, Carhartt und Zara bieten Chinohosen aus Köpergewebe an.
Auswahl und Pflege
- Bei 40 °C waschen. Köperstoffe aus Baumwolle können um 3–5 % einlaufen; vorgewaschene Ware ist daher vorzuziehen.
- Achten Sie auf ein klares diagonales Gratbild. Eine unscharfe Struktur kann auf eine geringe Gewebedichte hindeuten, ist allein jedoch kein zuverlässiges Qualitätskriterium.
- Für Arbeitskleidung empfiehlt sich ein Flächengewicht ab 250 GSM; für Chinohosen sind etwa 200 GSM ein guter Ausgangspunkt.
